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Juni 2008

Country Festival

Am Donnerstag Vormittag starteten wir Richtung Dauphin, uns erwarteten 3 1/2 Stunden Fahrt. Obwohl wir die Strecke bereits kannten genossen wir die Landschaft. Nach Ankunft in Dauphin sagten wir schnell Bianka und Hendrik hallo die beide noch auf Arbeit waren. Nach kurzem Einkauf für das Abendessen fuhren wir dann zu den Beiden nach hause, wo wir bereits von Hendriks Eltern empfangen wurden, die momentan gerade in Kanada im Urlaub sind.
Beim gemeinsamen Abendessen gab es dann viel zu erzählen und wir freuten uns alle über das Wiedersehen. Mittlerweile schüttete es wie aus Kübeln.
Von Freunden von Bianka und Hendrik konnten wir einen Camper ausleihen der uns wunderbar als Schlafzimmer diente und den wir in die Einfahrt des Hauses stellten. Am nächsten Morgen sah das Wetter nicht viel besser aus, es war bewölkt und regnete immer wieder zwischendurch. Da das Country Festival erst am späten Nachmittag losging entschieden wir uns Ramona und Tomas zu besuchen. Das sind die Farmer die wir letztes Jahr bei unserem Kanada Besuch kennengelernt hatten. Auch da gab es viel zu erzählen. Da wir schon ganz in der Nähe von Judith waren, fuhren wir noch weiter und bewunderten den schönen Flecken Erde, den sich Judith da ergattert hat. Leider blieb die Kamera im Auto und die Zeit wurde langsam knapp. Daher leider keine Bilder...Nach der Fahrt über die "gravel roads" (Schotterstrassen) hatte unser Auto kurzerhand die Farbe gewechselt
Am Abend ging dann das Country Festival los leider im Regen . Die Musik aber war gut und wir hielten fast bis am Schluss durch. Die nächsten Tage genossen wir dann aber bei schönstem Sonnenschein. Der Höhepunkt war wohl der Samstag Abend als Alan Jackson sang. Es gab niemanden der noch sass.. Auch am Sonntag konnten wir viel gute Musik hören und waren uns einig, dass sich der Kauf der Tickets gelohnt hat.
Am Montag Morgen machten wir uns wieder auf den Weg nach hause und verabschiedeten uns von unseren Gastgebern. Diesmal wird es nicht so lange dauern bis wir uns wieder sehen, was sind den schon 3 1/2 Stunden Fahrt...

Erste Investitionen

Unser richtig grosser Vorteil ist ja schon, dass Pat und Richi schon eine Weile hier in Gimli leben und schon alles durchgemacht haben was wir jetzt machen oder bereits gemacht haben. Obwohl wir soviel als möglich selber versuchen zu machen, sind die beiden immer gerne bereit uns zur Seite zu stehen. So hat uns Richi auch begleitet, als wir uns für verschiedene Jobs vorstellten. Urs hat sich bei einigen Garagen vorgestellt und wartet nun auf Antworten und ich hatte das Glück auf Anhieb fündig zu werden. Ich werde nächste Woche auf der Tumleweeds Ranch meine Arbeit beginnen. Da nun die Saison für Sommer Camps losgeht sind die natürlich froh, dass sie jemanden haben der ihnen hilft. Meine Arbeit umfasst das helfen mit den Kids, Reitunterricht geben und vorallem das Ausbilden der Pferde. Ich werde mir meine Arbeitszeiten soweit selber zusammenstellen können und bin daher sehr flexibel. Viel besser hätte ich es vermutlich nicht treffen können!

Da die Idee ist, dass mindestens einer von uns mit dem Bike zur Arbeit fährt, hat sich Urs ein neues gekauft, da sein altes in der Schweiz zurück blieb. Nun ist auch er wieder gerüstet und wenn dann meines mit dem Container ankommt können wir zusammen mal losradeln.
Unser Mietwagen ist bereits zurück in Winnipeg und wir sind nun stolze Besitzer eines GMC Jeep. Nun hoffen wir die Investition hat sich gelohnt und er bleibt uns einige Jahre lang treu.

Wir geniessen die täglichen Spaziergänge mit unseren Hunden. Pat und Richi zeigen uns immer wieder neue Wege und Strände wo man sich herrlich verweilen kann. Für uns ganz neu ist natürlich der nahe See, der soooo gross ist, dass man meint man sei am Meer. Unsere Hunde baden beide für's Leben gern und sie sind manchmal kaum aus dem Wasser zu bringen.
Aisha ist nun auch offiziell registriert hier in Gimli. Chili werden wir nächste Woche wohl oder übel nach draussen lassen, sie macht uns allen das Leben schwer, sie will doch nach draussen...

Bis unser Container ankommt sind wir bei Pat und Richi gut aufgehoben, haben alles was man sich wünschen kann. Das Wetter ist sommerlich heiss und wir haben noch etwas Urlaubstimmung. Nun am Wochenende werden wir ja erst mal nach Dauphin zun Country Festival fahren und dann auch unsere Freunde Bianka und Hendrik wieder sehen. Darauf freuen wir uns sehr! Falls die Zeit reicht und wir schon in dieser Gegend sind reicht es vielleicht auch noch um Judith zu besuchen, die ja seit April auf ihrer Gästeranch lebt. Wir werden viel zu erzählen haben...

Wir sind daaaaa!!!

Hallo!!! Wir sind gut angekommen in Kanada. Nach ruhigem Flug landeten wir in Toronto und nahmen unser Gepäck und Chili entgegen, die übrigens ganz cool in der Box sass. Nach den ganzen Immigrations- und Zollformalitäten ging es weiter zum Mietauto übernehmen. Das Ganze hatte viel Zeit in Anspruch genommen und wir waren langsam nervös weil wir doch Aisha holen wollten. Die mussten wir aber im ca. 10km entfernten Frachtgebäude abholen...wieder warten bis der Tierarzt das o.k. gab und dann aber raus aus der Boxe. Die Freude war gross, auch ihr ging es blendend, kein bisschen eingeschüchtert. Nun ging die Reise los Richtung Norden.
Nach ca. einer Stunde Fahrt entdeckten wir, dass wir sehr wenig Luft hatten in einem der Reifen. Luft getankt...nach Ankunft im B&B...Luft wieder weg ... Am nächsten Tag fuhren wir Canadian Tire an um den Pneu reparieren zu lassen, es steckte ein Metallteil drinnen!
Die Fahrt ging weiter. Unser Büsi fing so langsam an die Nerven zu verlieren und hatte furchtbaren Stress sobald das Auto fuhr. Wir hatten ein schlechtes Gewissen und fuhren zu einem Tierarzt um ihr etwas zur Beruhigung zu geben. Am nächsten Tag halfen aber auch die Pillen nichts mehr und wir entschlossen uns unser armes Büsi per Flugzeug nach Winnipeg zu schicken, wo sie netterweise von Paty und Richi abgeholt wurden. Im Nachhinein ist man immer gescheiter Auf alle Fälle kam sie gut an und war die Erste von uns die in Gimli ihr neues Heim bezog...
Wir fuhren weiter durch das wunderschöne Ontario durch weite Wälder, felsige Landschaft und an herrlichen Seen vorbei. Zwei Tage später erreichten wir Manitoba. Wir hatten dann auch bald einen Termin bei Terry von Star 7, der uns half unsere social number card zu beantragen. Nun sind wir Kranken- und nach Arbeitsbeginn auch Arbeitslosenversichert. Dann ging unsere Reise schnurstracks weiter nach Gimli unserem neuen Zuhause. Da konnten wir Paty wieder in die Arme schliessen, die soeben Feierabend hatte und etwas später auch Richi der noch am arbeiten war. Später sassen wir alle zusammen im Garten, grillierten und freuten uns über das Wiedersehen das noch wie ein Traum erschien. Wir alle zusammen in Kanada, davon hatten wir so viel gesprochen...

Die letzten Tage nun waren ausgefüllt mit Besuchen bei der Bank, Kaufen eines Handys (wir haben nun eine Kanadische Nummer), umschreiben unserer Fahrausweise und der Suche eines passenden Autos, denn unser Mietauto müssen wir am 26. Juni wieder in Winnipeg abgeben. Zum Glück war uns Richi dabei eine grosse Hilfe, denn er kennt ja schon alle Leute und sein Englisch ist um ein Vielfaches besser als unseres. Doch...

...sind wir etwas stolz auf uns was wir bisher schon alles alleine hingekriegt haben.

Einen genaueren Bericht unserer Reise mit vielen Bildern wird bei Gelegenheit nachgeliefert, momentan haben wir aber noch vieeeel anderes vor. Wir werden berichten...

Container laden & Good bye Party

Da wir seit einer Woche keinen Internet Anschluss mehr haben, ist es relativ aufwändig Emails abzufragen und neue News Einträge zu machen. Nun haben wir's aber wieder mal an einen PC geschafft und haben auch einiges Neues zu erzählen.

Der ganze Packstress ist vorbei und hat viel Zeit gekostet. Wir waren um die zwei Wochen Zeit sehr froh! Es hat sich in all den Jahren sooo viel Ware angesammelt und das wollte alles verlesen und eingepackt werden. Am Freitag Morgen früh fuhr der Lastwagen mit dem Container vor. Anders als vereinbart, liess der Chauffeur den Anhänger mit dem Container bei uns stehen und holt ihn am Montag Morgen wieder ab. Für uns ergab das aber keine Änderungen, denn die ganze Packmannschaft stand pünktlich bereit zum laden. Nach zweieinhalb Stunden war der ganze Spuk vorbei und Urs und Ich konnten den Container Plombieren.
Eine Zeit lang hatten wir Angst, nicht alles in den Container zu bringen. Der noch übrige Platz wurde immer kleiner und doch standen noch einige Dinge auf dem Ladewagen. Schlussendlich ging es aber auf und alles was sollte hatte Platz...

...nur die Wohnwand die am Ende als Abschluss dienen sollte war hartnäckig und wollte partout nicht mit auf die Reise...damit hatten wir aber gerechnet und sie deshalb bis am Schluss stehen lassen...

Nach dem Laden ging's dann mit der ganzen Mannschaft zum Mittagessen, das sich alle redlich verdient hatten. An dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches DANKESCHÖN an alle Helfer!

Am Nachmittag begannen wir mit dem Vorbereiten unserer Good bye Party. Auf "unserem" Bauernhof in der Scheune richteten wir mit Festbänken ein heimeliges Ecklein ein. Es hatten sich über hundert Familienangehörige, Freunde und Bekannte angemeldet! Bei den vielen Leuten kamen wir auf die Idee einen Pizzawagen zu organisieren. Ein guter Bekannter von uns machte uns ein Angebot mit seinem Pizzawagen zu kommen und so konnten wir zu einem guten Preis Pizza anbieten. Für Getränke und Knabbereien hatten wir gesorgt.
Das Wetter spielte einigermassen mit und wir wurden mit Regen verschont. Leider war es aber sehr kühl. Trotzdem sind viele sehr lange geblieben und wir hatten Mühe allen gerecht zu werden. Zum Glück hatten wir auch musikalische Begleitung im Country Style, die sehr gut ankam.
Nach und nach verliessen uns unsere Gäste auch wieder und das eine oder andere Mal flossen nun auch Tränen. Obwohl wir ja nicht aus der Welt sind, ist es schon hart so viele liebe Menschen zurück zu lassen...

Gegen Mitternacht waren dann auch die Letzten gegangen und Urs und Ich hatten zusammen noch etwas aufgeräumt und den Abend nochmal Revue passieren lassen. Nach einem kurzen Spaziergang mit unserer Aisha fielen wir müde ins Bett.

Den Sonntag hatten wir mit Hilfe von Urs Mutter und Tante mit Aufräumen verbracht und dem Zusammenstellen der Dinge die nächste Woche noch entsorgt werden sollen. Viele Dinge hatten wir am Samstag an einem hauseigenen Flohmarkt feilgeboten und der Eine oder Andere hatte noch etwas Brauchbares gefunden. Der Rest davon muss nun dranglauben.
Die nächste Woche wird mit Wohnungputzen, Sachen erledigen und noch einigen Besuchen sehr schnell vorbei sein.

Dann gilt es ernst und wir gehen auf unsere grosse Reise...

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei allen bedanken die uns in irgendeiner Art und Weise unterstützt haben!!!

Da wir nicht wissen wann wir das nächste Mal Gelegenheit haben einen Eintrag zu machen, ist es möglich, dass der
nächste bereits von Kanada aus geschrieben wird.

Bis bald